Google Reader stellt den Dienst ein: Sorge um das Wissensfutter!

Zum 1. Juli wird Google den Reader einstellen. Darum sorgt sich Lars Hahn um sein Wissensfutter – und mir geht es genau so. Auch wenn die Einstellung des Google-Service nicht das Ende der RSS-Feeds bedeutet (was manche zu glauben scheinen, beobachtet man die Verzweiflung, die einige erfasst hat) – unpraktisch für uns Wissensarbeiter ist das schon.

Auch ich fahre derzeit zweigleisig, ebenso wie Lars verwende ich aktuell einerseits Feedly, andererseits parallel noch den inoffiziellen gReader auf meinem Android Phone.

Jahrelang habe ich RSS-Feeds nur als Desktop-Anwendung genutzt. Zunächst mit RSS-Owl, später mit Greatnews. Als ich dann mein Google Nexus gekauft habe, war der gReader mein Favorit. Google Currents sah zwar schicker aus, saugte mir aber den Akku leer und zu unpassendsten Zeiten die Updates aus dem Netz. Das von Lars ebenfalls im Text genannte Flipboard ist zwar chic, lahmt aber bei der Zahl meiner RSS-Abos (weit über 400) auf meinem Smartphone beträchtlich.

Welcher Reader macht das Rennen?

Feedly ist okay, aber eigentlich hätte ich lieber den gReader, mit dem ich die Fülle meiner Feeds schneller durchforste und auch die Inhalte schneller an Buffer, Pocket oder Evernote übergebe. Ob das Team es aber bis zur Einstellung des Services von Google schaffen wird, eine andere Lösung zu finden, steht noch in den Sternen.

In seinem Blogbeitrag schreibt Lars:

Klar ist auch mir bewusst, das die von mir angesammelten Daten in den sozialen Netzwerken in der Regeln nicht mir gehören. Es sind nicht meine Daten, sondern die der Plattform. Damit komm ich klar. Schwierig ist für mich die Vorstellung, dass ich von heute auf morgen von diesen Daten abgeschnitten bin. Zukünftig werde ich deshalb regelmäßig die von mir in den sozialen Netzwerken angesammelten Daten sichern – so gut das geht.

Das sollte man immer bedenken. Darum ist es auch klüger, einen Blogbeitrag zuverfassen, als nur auf einer Social Media Plattform (egal welcher) einen längeren Beitrag zu verfassen. Und darum wurde aus meiner Idee, Lars‘ Link-Hinweis auf Facebook einfach nur einen Kommentar hinzuzufügen, dann doch ein eigener Blogbeitrag. Ganz im Sinne seines Aufrufs:

Dies ist keine Blogparade, betrachten Sie das als Wissens-Futter-Parädchen.

Jetzt interessiert mich natürlich auch noch, wie Sie es mit der Abschaltung von Google Reader halten. Lässt Sie das Thema kalt? Bricht für Sie ein Workflow zusammen? Haben Sie schon eine neue Lösung gefunden, mit der Sie glücklich sind. Ich freue mich über jeden Tipp, Hinweis oder Kommentar!

 

10 Kommentare zu „Google Reader stellt den Dienst ein: Sorge um das Wissensfutter!“

  1. Doch noch mal einen Kommentar: Danke für den Hinweis des wichtigsten Aspekts. Kommentieren in Facebook oder Google+ bringt für den eigenen Content und auch für die Blogger wesentlich weniger. Ich werden künftig wieder mehr direkt in den Blogs kommentieren, das bringt auch den Autoren mehr. Das hier ist ein Anfang. 😉

  2. Ich setze seit der Ankündigung von Google im März auf Tiny Tiny RSS, den ich auf meinem Webspace betreibe. Zusammen mit der entsprechenden Androidapp klappt das ganz hervorragend. Ich bin nicht mehr auf einen externen Dienst angewiesen und meine Daten bleiben bei mit.

    Ich habe eine Anleitung geschrieben, die TT-RSS installiert & konfiguriert wird. Außerdem gibts ein paar Tipps dazu. Ich hab sie mit meinem Usernamen hier verlinkt.

  3. Pingback: Wie bleibe ich auf dem Laufenden - Wissensnachschub mit Feedly

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich akzeptiere

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.