Gehackte Twitter-Konten – und was Sie dagegen tun können

Angeregt ist dieser Artikel vom gestrigen – wieder einmal sehr guten – Beitrag von Natascha Ljubic, Handel mit gestohlenen Twitterkonten boomt.

Natjascha Ljubic weist in Ihrem Blog darauf hin, dass besonders Twitter-Konten mit einem kurzen oder einem prominenten Namen gefährdet sind. Mein Twitter-Handle @rutm ist wirklich kurz und passt darum voll ins Bild. Ljubic führt dazu aus:

Hacker verschaffen sich die Kontrolle über fremde Twitter-Identitäten meist mit Software, die versucht, durch Raten das richtige Passwort zu finden. Im Gegensatz zu vielen anderen Online-Dienstleistern schützt Twitter seine User nicht vor solchen Angriffen.

Weiter unten erklärt sie weiter:

Das Programmprobiert bis zu 10.000 verschiedene Passwörter pro Account. Scheitert der Versuch, wechselt der Cracker einfach zum nächsten Usernamen.Viele Anbieter haben Systeme implementiert, die bei zu vielen falschen Passworteingaben Alarm schlagen und weitere Versuche unterbinden. Bei Twitter gibt es so etwas aber nicht.

Gerade Nutzer mit Allerweltspasswörtern sind deshalb gefährdet. Denn in der Regel sind Passwörter kurz und bestehen aus einer einfachen Buchstaben-Zahlenkombination. Ihres sicher auch!

Sichere Passwörter finden

Haben Sie sich also ein sicheres Passwort überlegt? Das Hauptproblem liegt hier schon in der Formulierung „ein sicheres Passwort“. Ein einziges Passwort kann nie sicher sein. Für jedes Login sollten Sie also ein separates Passwort haben.

Der Nachteil sicherer Passwörter besteht darin, dass man sie sich meist schlecht merken kann. Und dann doch wieder nur eines verwendet.Mit meiner Methode generieren Sie gut merkbare Passwörter, die immer verschieden und dennoch sicher sind:Sie verwenden Ihr bisheriges „Universalpasswort“ als Basis. Daran hängen Sie ein oder zwei Sonderzeichen und die Domain der Site an, für die das Passwort gelten soll. Als Beispiel: Ihr bisheriges Passwort war beispielsweise „geheim123“. Nicht besonders originell und schon gar nicht sicher. Indem Sie aber künftig für Ihr Adwords-Login z.B.geheiM123&?Adwords.de

verwenden, sind Sie auf der sicheren Seite. Es kommen große und kleine Buchstaben, Zahlen, Satz- und Sonderzeichen vor. Und merken können Sie sich das auch. Analog wären dann die Passwörter für

Facebook: geheiM123&?Facebook.com
XING: geheiM123&?Xing.com

oder auch (mit anderen Zeichen und anderer Verteilung der Großbuchstaben):
Twitter: geheim123$twitteR
Google+: geheim123?GooglepluS

 

Rüsten Sie also nach und nach, am besten aber so schnell wie möglich Ihre Passwörter besonders im Bereich Social Media um. Denn so, wie es früher für Spammer interessant war, E-Mail-Konten im großen Stil zu missbrauchen, sind heute zusätzlich die Sozialen Netzwerke ins Blickfeld der Spam-Industrie gerutscht.

„Ein Account, über den der Nutzer die Kontrolle verliert, ist immer peinlich. Reputation muss in sozialen Netzwerken hart erarbeitet werden, ist aber schnell dahin, wenn über den Account plötzlich Unsinn verbreitet wird. Für Unternehmen ist das Risiko noch höher als für Privatpersonen“, sagt Natascha Ljubic. Nehmen Sie sich das zu Herzen!

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